"Die als Lichtwurzel oder Lichtyams in Deutschland bekannte Pflanze ist eine besondere Form der Dioscorea batatas*. Die Lichtyamswurzel ist ein Wurzelgemüse und stammt ursprünglich aus China. Dort wird sie schon seit Jahrtausenden als Medizinal- und Nahrungspflanze kultiviert. Die Dioscorea batatas wurde in Europa schon um 1840 während der Kraut- und Knollenfäule (Phytophtora infestans) als Kartoffelersatz eingeführt. Weltweit existieren viele Hundert Arten der Yamswurzelgewächse. Hinsichtlich der gesundheitlichen Eigenschaften spielt die Dioscorea batatas eine Sonderrolle. Aufgrund der aufwendigeren Anbaumethoden hat sich die Dioscorea batatas in Europa als Kartoffelersatz bisher jedoch nicht durchsetzen können. In China und Japan ist die Dioscorea batatas als Gemüse weitaus bekannter als in Deutschland" (AnthroWiki 2008) .
Warum "Licht" Yams? 
In einigen der ältesten Quellen über Traditionellen Chinesischen Medizin wird die Yamswurzel Dioscorea batatas als der allumfassende Repräsentant des Yang Prinzips im Pflanzenreich dargestellt. Das männliche Prinzip Yang (Yin-Yang ) steht für das Prinzip Sonne und Licht, (Ying et al. 1999, S. 19). Darüber hinaus wiesen auch historische Persönlichkeiten wie Rudolf Steiner auf die besonders lichten Qualitäten dieser Pflanze (siehe unten). Das deutsche Wort Yam oder Yams stammt von dem afrikanischen Wort "nyam" aus der afrikanischen Wolof Sprache und bedeutet "verkosten" und "schmecken".
LichtYams, Qualität die beGeistert
Die LichtYams (Dioscorea batatas) ist ein sehr besonderes Gemüse, das in den letzten Jahren verstärkt in der Gesundheitsforschung unter die Lupe genommen wurde. So konnte das enorme Potential der Dioscorea batatas wissenschaftlich bestätigt werden.
Dazu zählen:
- Immunmodulation,
- entzündungshemmende Eigenschaften,
- Anti-Tumor Wirkung,
- Anti-osteoporose Effekte,
- Blutzucker- und Cholesterinspiegel senkend,
- hohes antioxidatives Potential (im Dioscorin Speicherprotein)
- Verbesserung bei bestimmten metabolischen Beeinträchtigungen wie z.B. Hyperglykämie, und Fettsucht
- fördert die Darmfunktionen und den Lipidmetabolismus.
- enthält auch das Pflanzenhormon Diosgenin, das im Körper in Progesteron umgewandelt werden kann
(Medizinische Studien zusammengefasst in Hartkemeyer, 2007).
LichtYams und Sport
Unterarten der Dioscorea batatas wachsen auch in Jamaika. Der Vater des jamaikanischen Sprintweltmeisters Usain Bolt teilte der Weltpresse im September 2008 mit, das der Erfolg seines Sohnes auf die Yamswurzel zurück zu führen sei. weiterlesen bei der Südwest Aktiv... oder beim Schwäbischen Tagesblatt...
Traditionelle und Historische Hintergründe
LichtYams in der Traditionellen Chinesischen Medizin
In der TCM ist die LichtYams als Shanyao (= Bergmedizin) bekannt.
Seit Jahrtausenden ist die Lichtyams in der Traditionellen Chinesischen Medizin bekannt und wird in dem Compendium Materia Medica als Muskel und Augenstärkend dargestellt. Die Liste der Eigenschaften und Anwendungsempfehlungen ist lang:
- LichtYams gilt allgemein als hoch tonisch (= anregend) (Hsiung et al. 2002, S. 29).
- Im Speziellen für Milz, Magen, Lunge und Nieren (Karnick et al. 1969, Tierra et al. 1998, S. 178)
- Tonischen Effekt auf die Qi-Energie und die Yin-Energie “ (Yang Yifan, 2002).
- Bei Anzeichen von niedriger Qi-Energie (Erschöpfung, schwacher Atem, Schüchternheit, schwächlicher Stimmklang, Aversion gegen Wind, spontanes Schwitzen, bleiche Gesichtsfarbe und schwacher Puls) (Karnick et al. 1969, Tierra et al. 1998, S. 178)
- Hebt den Geist und hellt den Intellekt (Hsiung et al. 2002, S. 29).
- fördert die Langlebigkeit (Hsiung et al. 2002, S. 29)
- Stimuliert die Zirkulation und hält die Meridiane offen (Chung et al, 2002, S. 63).
- Appetitanregend(Yang Yifan, 2002).
LichtYamswurzel und Rudolf Steiner
1924 hielt Rudolf Steiner auf mehrfache Nachfrage von Landwirten in Koberwitz bei Breslau einen Kurs „zum Gedeihen der Landwirtschaft“ aus geisteswissenschaftlicher Sicht (anthroposophischer Sicht). Im Kurs wies Steiner auf die Bedeutung der Lebensmittelqualität für die Bewusstseinsentwicklung des Menschen, und wie die Qualität durch biologisch-dynamische Präparate verbessert werden kann. Nach den Kurs wurde Steiner mit der Frage konfrontiert, ob mit der Anwendung dieser Präparate ausreichend für die notwendige Lebensmittelqualität gesorgt wäre. Darauf antwortete Steiner "Selbst im günstigsten Fall," (also wenn sehr viele Lebensmittel biologisch-dynamisch hergestellt werden) "wird dies nicht genügen können. Es sollte gelingen, die Dioscorea batatas in Europa heimisch zu machen, damit diese die Kartoffel als Hauptnahrungsmittell ablösen kann.“ Steiner weiter: „ Diese Pflanze ist als Einzige in der Lage, Lichtäther zu speichern, und der wird für die Menschen der Zukunft unentbehrlich sein“***. Die ersten Anbauversuche in Dornach beschreibt Keyserlingk in seiner Schrift „Erinnerungen an frühere Forschungsarbeiten“ (1953). In den Wirren den Weltkriegs gerieten die Versuche für eine Zeit in Vergessenheit.
* von einigen Autoren werden die Bezeichnungen Dioscorea polystachya, Dioscorea oppositifolia und Dioscorea opposita als Synonym verwendet
**Damals geläufige, jedoch fälschliche Bezeichnung für die chinesische Yamswurzel (DIoscorea batatas)
** Übermittelt durch Johanna von Kayserlingk an ihren Sohn Adalbert und von ihm an Ralf Rößner
ist durch und durch gesund
an diesem Frühlingstag
Issa
LichtYams (Lichtwurzel)










